Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)

Handschriftliche Beschwerde und Berichterstattung des Martin Mitchell,
über den
*Angriff mit Körperverletzung* an seiner Person
bei Diakon ‘Bruder’ Wilhelm Scheffler in Anstalt Freistatt, am Mittwoch den
6. März 1963: “weil der Junge sich weigerte – im Moor – zu arbeiten, wie angeordnet”.



Torfstechen bei gefrorenem Boden - Foto Nr. 1


Torfstechen bei gefrorenem Boden - Foto Nr. 2

[ Abteilung 1 - Haus Neuwerk ]

[ Anstalt Freistatt ]

Ich, Martin [Mitchell] wurde am Mittwoch den 6. März
von einem Erzieher [Diakon] ( Br. Scheffler ) geschla-
gen.

Die Sache geschah folgendermaßen:
Ich bin in der Gruppe bei dem Gruppenfüh-
rer [Diakon] [Br.] Biswurm. Wir räumten gerade einen
Stich von der Frostschicht ab. Ich hackte
mit der Spitzhacke. Nach geraumer Zeit bil-
deten sich an meinen Händen Blutblasen

welche mir beim Hacken große Schmerzen be-
reiteten. Ich bat den [Diakon] [Br.] Biswurm 3 mal er
möge jemand anders hacken lassen; doch er ent-
sprach nicht meiner Bitte sondern sagte
ich solle schneller hacken. Ich sagte,
daß ich dann die Arbeit verweigere. Da
kam Bruder Scheffler und gab mir eine
Orfeige
und sagte ich solle weitermachen.
Ich sagte Nein. Da schlug Bruder Scheffler
auf mich mit Fäußten ein
, sodaß meine
Nase blutete
. Dann gab er mir die Schippe
in die Hand und sagte ich solle pannen

Ich sehe mich hier zu Unrecht behandelt

Muß ich mich erst blutig schlagen lassen,
bevor ich mit hacken aufhören darf und
pannen darf, weil mir das Hacken Schmer-
zen bereitet?

Ich muß schon sagen, die Gruppenführer
sind öfter sehr stuhr.


Martin [Mitchell]



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[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 30. Mai 2006 ]